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Veröffentlicht am: 14. Aug. 2024
14. Aug. 2024
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Großenseebach tritt der Vereinigung „Mayors for Peace“ bei

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Die Gemeinde Großenseebach ist stolz, bekanntzugeben, dass sie seit dem 1. August 2024 durch den Beitritt des Ersten Bürgermeisters Jürgen Jäkel offiziell Mitglied der internationalen Organisation „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) ist. Damit ist Großenseebach das 900. Mitglied dieser bedeutenden internationalen Vereinigung in Deutschland. Der Beitritt unterstreicht das Engagement der Gemeinde für Frieden, Abrüstung und den Einsatz für eine bessere, sicherere Welt für alle Menschen.


Was ist Mayors for Peace?

„Mayors for Peace“ ist eine weltweite Vereinigung von Städten, die sich dem Ziel der Förderung eines globalen Friedens und der Abschaffung von Atomwaffen verschrieben hat. Gegründet wurde die Organisation im Jahr 1982 auf Initiative des Bürgermeisters von Hiroshima, einer Stadt, die wie keine andere für die Schrecken eines Atomkrieges steht. Die Hauptziele der Organisation bestehen darin, die nukleare Abrüstung voranzutreiben, das Bewusstsein für die Gefahren von Atomwaffen zu schärfen und Städte und ihre Bürger weltweit für den Frieden zu mobilisieren.

Die Ziele und Mission von „Mayors for Peace“

„Mayors for Peace“ hat sich im Laufe der Jahre zu einer der größten Friedensorganisationen der Welt entwickelt. Sie zählt inzwischen 8.410 Städte in 166 Ländern zu ihren Mitgliedern. Diese Städte vereinen ihre Kräfte, um auf allen politischen Ebenen für die vollständige Abschaffung von Atomwaffen zu kämpfen. Ein zentrales Anliegen der Vereinigung ist es, eine weltweite Kultur des Friedens zu fördern, die von gegenseitigem Respekt, Verständnis und Zusammenarbeit geprägt ist. Zu den wichtigsten Initiativen von „Mayors for Peace“ gehören: Friedens- und Abrüstungskampagnen, Bildungsprogramme und internationale Zusammenarbeit.

Mayors for Peace - Flagge & Mitgliedschaftsurkunde – Bürgermeister Jürgen Jäkel präsentiert stolz die Mitgliedsurkunde und Flagge von „Mayors for Peace“. Diese wird zukünftig immer am 8. Juli, dem Flaggentag vom "Mayors for Peace", und auch zu anderen Anlässen vor dem Rathaus gehisst werden. Damit setzen die Mitgliedsstädte ein deutliches Zeichen gegen Kriege und für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.

Großenseebach setzt ein Zeichen für den Frieden

Der Beitritt von Großenseebach zu „Mayors for Peace“ ist ein starkes Bekenntnis zu den Werten der Friedensförderung und der nuklearen Abrüstung. Bürgermeister Jürgen Jäkel erklärt dazu:

„Mit unserem Beitritt zu ‚Mayors for Peace‘ möchten wir als Gemeinde ein klares Zeichen setzen: Wir stehen für eine Welt ohne Atomwaffen und setzen uns aktiv für den Frieden ein. In einer Zeit, in der internationale Spannungen zunehmen und die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen wieder verstärkt in den Fokus rückt, ist es wichtiger denn je, dass wir gemeinsam für eine friedlichere Welt eintreten. Wir sind stolz darauf, das 900. Mitglied in Deutschland zu sein und uns einer so wichtigen globalen Bewegung anzuschließen.“

Für die Gemeinde Großenseebach bedeutet der Beitritt zu „Mayors for Peace“ nicht nur, Teil einer internationalen Bewegung zu sein, sondern auch, lokale Initiativen und Projekte zur Friedensförderung zu entwickeln. Dies könnte in Form von Bildungsprogrammen für Schulen, Gedenkveranstaltungen oder Partnerschaften mit anderen Mitgliedsstädten weltweit geschehen. Darüber hinaus plant die Gemeinde, die Themen Frieden und Abrüstung stärker in die kommunale Politik und in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu integrieren.

Ergänzend fügt der Bürgermeister hinzu:

Mir persönlich liegt das Thema Frieden besonders am Herzen. Die Geschichten meiner Großeltern, die den Krieg erlebt haben, und das Leid, das dieser über die Menschen gebracht hat, haben mich tief geprägt. Als Bürgermeister sehe ich es als meine Pflicht an, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um unsere Gemeinde und die Welt für kommende Generationen sicherer zu machen. Der Beitritt zu ‚Mayors for Peace‘ ist für mich ein persönliches Anliegen, weil ich fest daran glaube, dass wir nur gemeinsam eine Welt ohne Krieg und Zerstörung erreichen können.


Aufruf zu Mitmachen

Die Gemeinde ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an den geplanten Aktivitäten und Veranstaltungen zu beteiligen und sich selbst für Frieden und Abrüstung zu engagieren. Der Beitritt zu „Mayors for Peace“ bietet eine Plattform, auf der jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann. Großenseebach freut sich darauf, gemeinsam mit den Bürgern und der globalen Gemeinschaft von „Mayors for Peace“ für eine friedliche Zukunft zu arbeiten.

Deutschsprachige Homepage: www.mayorsforpeace.de

International Homepage: www.mayorsforpeace.org


Schon Gewusst?

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Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.
Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.

Das neue Sozialprojekt „AWO-Obdachlosenhilfe ERH“ nimmt weiter konkrete Formen an. Am Mittwoch, 12. August 2026, informierte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann über den aktuellen Stand des Projekts und besuchte dazu die seit Juni bestehende Unterkunft für wohnungslose Menschen in Weisendorf.

Das Projekt des AWO-Kreisverbands Erlangen-Höchstadt war bereits im März 2025 im Rahmen einer Bürgermeisterdienstbesprechung den Gemeinden im Landkreis vorgestellt worden. Inzwischen haben sich sechs Gemeinden vertraglich zur Zusammenarbeit mit dem AWO-Kreisverband verpflichtet.

Auch die Gemeinden Heßdorf und Großenseebach gehören zu den Kommunen, die sich für eine Zusammenarbeit mit der AWO entschieden haben. Die Gemeinderäte beider Gemeinden hatten in ihren Sitzungen im Januar 2026 (Großenseebach) und im März 2026 (Heßdorf) beschlossen, die gesetzliche Pflichtaufgabe der sicherheits- und ordnungspolitischen Unterbringung obdachloser Menschen an den AWO-Kreisverband Erlangen-Höchstadt zu übertragen. Die Bürgermeister und Verwaltung wurden beauftragt, die entsprechenden Verträge zu schließen.

Für die Gemeinden bedeutet die Zusammenarbeit insbesondere eine Entlastung bei der Organisation geeigneter Unterkünfte. Heßdorf und Großenseebach verfügen selbst nicht über eigene Räumlichkeiten, die kurzfristig für die Unterbringung wohnungsloser Menschen genutzt werden könnten. Ohne eine entsprechende Kooperation müsste im Bedarfsfall beispielsweise eine Unterbringung in einem Hotel organisiert werden.

„Auch wenn wir in Großenseebach derzeit keinen konkreten Bedarf an einer Unterbringung haben, war für uns klar, dass wir dieses Projekt unterstützen möchten. Wohnungslosigkeit kann jede Kommune vor Herausforderungen stellen – und dann ist es wichtig, dass es im Landkreis ein professionelles und verlässliches Angebot gibt. Unsere Unterstützung verstehen wir daher auch als Ausdruck kommunaler Solidarität“, erklärt Jürgen Jäkel, Erster Bürgermeister der Gemeinde Großenseebach.

Für die Gemeinde Heßdorf ist der Nutzen der Zusammenarbeit bereits unmittelbar sichtbar geworden. Eine Familie aus Heßdorf konnte in der Unterkunft aufgenommen und durch die Mitarbeitenden der AWO begleitet und unterstützt werden.

„Dass eine Familie aus Heßdorf bereits aufgenommen werden konnte und dort schnell Unterstützung erhalten hat, zeigt, wie wichtig dieses Angebot ist. Es geht eben nicht nur darum, kurzfristig ein Dach über dem Kopf zu schaffen. Die Menschen bekommen Unterstützung, um ihre persönliche Situation zu stabilisieren und neue Perspektiven zu entwickeln. Genau diesen ganzheitlichen Ansatz halten wir für besonders wertvoll“, betont Axel Gotthardt, Erster Bürgermeister der Gemeinde Heßdorf.

Die beiden Bürgermeister sehen in der Zusammenarbeit zugleich einen wichtigen Beitrag für eine verlässliche kommunale Daseinsvorsorge. Durch die gemeinsame Lösung können auch kleinere Gemeinden auf ein professionelles Unterstützungsangebot zurückgreifen, ohne selbst entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten und Betreuungsstrukturen vorhalten zu müssen.

Das AWO-Modell geht dabei über die reine Unterbringung hinaus. Neben einem geeigneten Wohnraum erhalten die betroffenen Menschen eine intensive fachliche Betreuung. Ziel ist es, gemeinsam die Ursachen der Wohnungslosigkeit zu bearbeiten und den Menschen Perspektiven für ein selbstständiges Leben und die dauerhafte Überwindung der Wohnungslosigkeit zu eröffnen.

Seit dem 1. Juni 2026 ist die erste Unterkunft des Projekts im Landkreis geöffnet. Aktuell leben dort acht Menschen, die von zwei Mitarbeitenden betreut werden. Die beteiligten Gemeinden erhalten dadurch Unterstützung bei der Versorgung wohnungsloser Menschen und werden gleichzeitig von den damit verbundenen organisatorischen und verwaltungsbezogenen Aufgaben entlastet.

Bei einem ersten Treffen Ende Juli konnten sich bereits beteiligte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie leitende Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter vor Ort ein Bild von der Arbeit machen. Besonders eindrücklich waren dabei die persönlichen Berichte von Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft, die schilderten, wie sie aufgenommen und bei ihren nächsten Schritten unterstützt werden.

Auch der Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Im Mittelpunkt standen der bisherige Aufbau der AWO-Obdachlosenhilfe, die Erfahrungen aus den ersten Wochen des laufenden Betriebs sowie die weitere Entwicklung des Angebots im Landkreis.

Mit der AWO-Obdachlosenhilfe ERH verfolgen der AWO-Kreisverband und die beteiligten Gemeinden einen gemeinsamen Ansatz: Wohnungslosen Menschen soll nicht nur kurzfristig ein sicherer Platz zum Wohnen zur Verfügung gestellt werden. Durch die Verbindung von Unterbringung und sozialer Betreuung sollen vielmehr konkrete Wege aus der Wohnungslosigkeit eröffnet werden.

Für die beteiligten Kommunen schafft das Modell zugleich Planungssicherheit und eine verlässliche fachliche Unterstützung bei einer Aufgabe, die sie im Bedarfsfall kurzfristig und häufig unter schwierigen Rahmenbedingungen erfüllen müssen.

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