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Veröffentlicht am: 07.12.2025
Pflanzaktion in Großenseebach
Über 830 neue Sträucher gepflanzt als Ausgleich gesetzt
Pflanzaktion 2025 als Ausgleich für das Baugebiet Bergstr./Neuenbürger Weg
Mitarbeitende des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken, freiwillige Helferinnen und Helfer sowie Erster Bürgermeister Jürgen Jäkel setzen über 830 Sträucher und Wildobstbäume als Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet Bergstraße/Neuenbürger Weg in die Erde.

Am 29. November und 2. Dezember 2025 war es endlich so weit: Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken haben zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer, unterstützt vom Großenseebacher Bauhof, mehr als 830 Sträucher und Wildobstbäume – darunter Elsbeere, Wildapfel und Wildbirne – gepflanzt. Mit dabei war auch der Erste Bürgermeister Jürgen Jäkel. Die Pflanzaktion dient als Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet Bergstraße/Neuenbürger Weg.
Trotz der stellenweise ziemlich schweren, lehmigen Böden wurde engagiert geschaufelt, gesetzt und gewässert.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die sich ins Zeug legten und keine Mühen scheuten, um die Pflanzung erfolgreich abzuschließen.

Die Maßnahme ist Teil der kommunalen Ausgleichsverpflichtungen und wurde mit rund 3.100 € von der Gemeinde Großenseebach umgesetzt. Der Landschaftspflegeverband übernimmt die Kontrolle der Pflanzung. Das beauftragte Ingenieurbüro plant die notwendigen Ausgleichsflächen in die jeweiligen Gesamtkonzepte der Bauvorhaben ein – eine Aufgabe, die bei jedem neuen Baugebiet verpflichtend erforderlich ist.

Hinweis an Spaziergängerinnen und Spaziergänger

Die frisch gepflanzten Sträucher sind eingezäunt, damit sie nicht von Rehen oder Hasen verbissen werden. Leider kommt es immer wieder vor, dass Wildschweine die Zäune anheben – eine Einladung für Hasen, die dann doch hineinschlüpfen und die jungen Pflanzen anknabbern.

Darum die Bitte an alle, die in der Umgebung unterwegs sind:
Schauen Sie bei Ihren Spaziergängen oder Laufrunden hin und wieder nach den Zäunen.
Falls etwas beschädigt ist, geben Sie bitte direkt der Gemeinde oder dem Bauhof Bescheid.
Zudem ist die schöne Wiese – auf der vor Kurzem auch 18 Obstbäume gepflanzt wurden – ohnehin immer wieder einen Besuch wert.

Warum ist diese Pflanzung wichtig und was bedeutet das?

Die Sträucher wurden im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme gesetzt. Solche Maßnahmen sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, wenn Bauvorhaben in Natur und Landschaft eingreifen.

Gemeinden tragen Verantwortung dafür, dass Naturverluste ausgeglichen werden – entweder direkt vor Ort oder an anderer geeigneter Stelle.

Wussten Sie Eigentlich...?

Aufgaben der Gemeinde bei Ausgleichsmßnahmen
 

Wenn neue Baugebiete entstehen, muss die Gemeinde durch ein Planungsbüro prüfen lassen, wie stark Natur und Landschaft beeinträchtigt werden. Dafür plant man passende Ausgleichsmaßnahmen. Man kann dafür eigene Flächen nutzen, zum Beispiel über ein Ökokonto, auf dem bereits durchgeführte Naturschutzmaßnahmen gesammelt werden.

Die Gemeinde entscheidet auch, welche Maßnahmen geeignet sind – etwa heimische Sträucher und Bäume pflanzen, Blühflächen anlegen oder Flächen entsiegeln.

Damit alles richtig umgesetzt wird, kontrolliert der Landschaftspflegeverband und manchmal auch die Gemeinde selbst regelmäßig die Maßnahmen.

Typische Ausgleichsmaßnahmen

  • Pflanzen von heimischen Bäumen und Sträuchern.
  • Anlegen von Feldhecken, Streuobstwiesen oder artenreichen Wiesen.
  • Renaturierung von Bachläufen und anderen Landschaftsräumen. (Wie in Großenseebach bei der Renaturierung der Seebach in 2024)

Diese Maßnahmen verbessern das lokale Klima, schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und steigern die ökologische Vielfalt in der Gemeinde.

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