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Veröffentlicht am: 4. Juli 2024
4. Juli 2024
| Lesezeit: ca. 10,5 Minuten
Veröffentlicht am: 4. Juli 2024
4. Juli 2024
Lesezeit: ca. 10,5 Minuten

Sachstand zum Glasfaserausbau

Der südliche Teil der Gemeinde ist erschlossen. Wann startet der Ausbau in Großenseebach Nord?

Der südliche Teil der Gemeinde ist erschlossen. Wann startet der Ausbau in Großenseebach Nord?

Bauarbeiten Glasfaserausbau Gartenstraße Großenseebach – Bauarbeiten im Zuge des Glasfaserausbaus in der Gartenstraße in Großenseebach

In den letzten Monaten hat die Deutsche Telekom eine Hälfte der Gemeinde Großenseebach mit Glasfaser erschlossen. In nahezu allen Straßen südlich der Seebach bzw. der Hauptstraße  wurden durch den Sub-Unternehmer SOLI Infratechnik bei Tiefbauarbeiten unter Straßen und Gehsteigen Glasfaserleitungen verlegt. Gleichzeitig lief eine (verlängerte) Marketing-Kampagne der Deutschen Telekom, bei der sich die Bürgerinnen und Bürger bei Interesse ihren privaten Glasfaseranschluss buchen und damit innerhalb der Vorvermarktungsaktion die Herstellungskosten des Hausanschlusses sparen konnten.

Zahlreiche unserer Einwohner im südlichen Gemeindeteil haben dieses Angebot genutzt und ihren bestehenden Kupfer-Vertrag umgestellt oder einen Glasfaservertrag neu abgeschlossen. Die meisten von ihnen können inzwischen nun mit der Glasfaser-Technologie auch bereits mit Hochgeschwindigkeit (bis zu 1 Gigabit/s) im Internet surfen, telefonieren, Online-Games spielen, Video schauen bzw. Streamingdienste nutzen und vieles mehr. Auch die EDV-Anlage im gesamten Rathaus Großenseebach (Gemeindeverwaltung, Bauhof, Wasserzweckverband) wurde am 5. Juni 2024 von Kupfer auf Glasfaser umgestellt.  Gleiches gilt für die Grundschule und die Gemeindebücherei. In den nächsten Tagen wird auch die Kita Seebachwichtel auf die neue Technologie umsteigen; der Anschluss dort wurde gestern (3. Juli 2024) von der Telekom installiert.


Glasfaserausbau in Grossenseebach Nord

Die Verwaltung erreichen immer wieder Fragen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem nördlichen Teil von Großenseebach, wann denn die Erschließung mit Glasfaser in diesem Teil der Gemeinde weitergeht. Leider gibt es dazu von der Telekom keinen konkreten Zeitplan - im Gegenteil.

Die Deutsche Telekom beruft sich bei ihrer zögerlichen Haltung zum weiteren Ausbau auf die letzter Zeit deutlich gestiegenen Kosten für Tiefbauarbeiten. Das Unternehmen selbst beziffert auf ihrer Homepage im Juni 2024 die Kosten für den klassischen Tiefbau, um einen Kilometer Glasfaser zu verlegen, auf etwa 85.000 Euro. Da es sich um einen eigenwirtschaftlichen Ausbau durch ein privatwirtschaftliches Unternehmen mit einer Gewinnerzielungsabsicht handelt, kalkuliert das Telekommunikationsunternehmen ihre Projekte mit spitzem Stift. Das heißt, es wird sehr gut zwischen (wirtschaftlichen) Aufwand und (wirtschaftlichem) Nutzen aufgerechnet, wie lange es dauert, bis sich der Glasfaserausbau für das Unternehmen amortisiert und schließlich einmal Gewinn (durch aktive Glasfaserverträge) abwirft.

Auf die Nachfrage der Gemeindeverwaltung, wann der weitere Ausbau (nördlicher Gemeindeteil) in Großenseebach durch die Telekom geplant sei, erhielt sie folgende Antwort von einem Unternehmenssprecher:

"Aufgrund der momentanen angespannten Tiefbausituation, ist ein weiterer eigenwirtschaftlicher Ausbau (in Großenseebach durch die Telekom, d. Red.) in der nächsten Zeit nicht in Sicht."


Aber kann denn die Gemeinde da nichts machen?

Leider nein. Da es sich um einen eigenwirtschaftlichen Ausbau handelt, liegt die Entscheidung, ob eine Firma auch den anderen Teil unserer Gemeinde mit Glasfaser erschließt, ganz allein bei diesem Unternehmen. Schlussendlich entschließt sich eine Firma auch nur dann dazu, wenn sie sich sicher ist, dass sie ihre Investition (die Tiefbaumaßnahmen und das Verlegen der Kabel in den Straßen und dann bis zum Hausanschluss) in absehbarer Zeit nicht nur wieder herein holt, sondern darüber hinaus eben auch noch Gewinn mit ihren Produkten erzielt.

Auch die Firmen, die Glasfaserausbau anbieten sind freie, privatwirtschaftliche Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht. Die Gemeinde kann ihnen den Ausbau nicht anweisen oder Unternehmen gar dazu zwingen. Ebenso wenig, wie wir einen Optiker zwingen könnten, einen Filiale in unserem Ort zu eröffnen, um unsere Einwohner mit Brillen zu versorgen. Wenn ein Optiker der Meinung ist, dass es sich für ihn rechnet, bei uns im Ort einen Laden zu eröffnen, dann wird er genau das tun. Wenn nicht, können wir ihn aber auch nicht dazu zwingen. Und ebenso verhält es sich beim eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau...


Liebe Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende,

wir verstehen Ihren Frust und Ihre Enttäuschung über diese anhaltenden Verzögerungen beim Glasfaserausbau für den nördlichen Teil unserer Gemeinde. Uns ist auch bewusst, dass auch unsere Gewerbetreibende im Gewerbegebiet auf stabiles Internet angewiesen sind und Interesse an einem Glasfaseranschluss haben. Auch dieser Fakt wird von uns immer wieder ins Feld geführt. Schon seit dem Beginn des Ausbau in Großenseebach Süd war die Gemeinde immer wieder in Gespräche mit der Telekom, damit die notwendigen Schritte unternommen werden, um unser digitales Infrastrukturprojekt für den gesamten Ort voranzutreiben. In der vorangehenden Schilderung haben wir Ihnen ausführlich die Umstände erklärt, warum sich die Situation für Seebach Nord derzeit weniger positiv darstellt.

Diese Faktoren liegen außerhalb unseres Einflussbereichs als Gemeinde und betreffen direkt das beteiligte Unternehmen, das sich aufgrund wirtschaftlicher Gründe dafür entschlossen hat, den weiteren Ausbau vorläufig "auf Eis zu legen." Wir bedauern zutiefst, dass diese Umstände den dringend benötigten Fortschritt weiter hinauszögern und einem Teil unserer Bürgerinnen und Bürger damit weiterhin der Zugang zu einer schnelleren und zuverlässigeren Internetverbindung mittels Glasfaser verwehrt bleibt.

Wir möchten noch einmal klarstellen, dass es nicht an der Gemeinde liegt. Wir haben alle erforderlichen Schritte unternommen und setzen uns kontinuierlich dafür ein, dass der Glasfaserausbau auch im anderen Gemeindeteil so schnell wie möglich vorangeht. Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem beteiligten Unternehmen, um eine schnelle Lösung herbeizuführen. Dabei betonen wir auch ausdrücklich, dass wir allen Unternehmen der freien Wirtschaft offen gegenüberstehen, die einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau bei uns durchführen möchten. Allerdings gibt es derzeit keine weiteren Interessenten an einem eigenwirtschaftlichen Ausbau, weil auch andere Anbieter ihrer Entscheidung über Pro und Contra Ausbau ähnliche (wirtschaftliche) Faktoren zugrunde legen.

Wir danken unseren Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verständnis und Ihre Geduld in dieser schwierigen Situation. Sobald es neue Entwicklungen gibt, werden wir Sie umgehend informieren.


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Bitte sprechen Sie mit Ihren Eltern, Großeltern, Angehörigen, Freunden und Bekannten über diese Betrugsmasche und sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen.

Unser Tipp für Familien:
Vereinbaren Sie gemeinsam ein persönliches Codewort, das nur innerhalb der Familie bekannt ist. Wenn ein angeblicher Angehöriger am Telefon plötzlich Geld fordert oder eine Notlage schildert, lassen Sie sich das Codewort nennen. Kann die Person es nicht nennen, sollten Sie besonders vorsichtig sein.

Wichtig:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
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Bitte teilen Sie diese Information und sprechen Sie in Ihrer Familie darüber. Ein kurzes Gespräch und ein vereinbartes Codewort können helfen, Betrüger zu entlarven und Menschen vor einem hohen finanziellen Schaden zu schützen.

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Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.
Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.

Das neue Sozialprojekt „AWO-Obdachlosenhilfe ERH“ nimmt weiter konkrete Formen an. Am Mittwoch, 12. August 2026, informierte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann über den aktuellen Stand des Projekts und besuchte dazu die seit Juni bestehende Unterkunft für wohnungslose Menschen in Weisendorf.

Das Projekt des AWO-Kreisverbands Erlangen-Höchstadt war bereits im März 2025 im Rahmen einer Bürgermeisterdienstbesprechung den Gemeinden im Landkreis vorgestellt worden. Inzwischen haben sich sechs Gemeinden vertraglich zur Zusammenarbeit mit dem AWO-Kreisverband verpflichtet.

Auch die Gemeinden Heßdorf und Großenseebach gehören zu den Kommunen, die sich für eine Zusammenarbeit mit der AWO entschieden haben. Die Gemeinderäte beider Gemeinden hatten in ihren Sitzungen im Januar 2026 (Großenseebach) und im März 2026 (Heßdorf) beschlossen, die gesetzliche Pflichtaufgabe der sicherheits- und ordnungspolitischen Unterbringung obdachloser Menschen an den AWO-Kreisverband Erlangen-Höchstadt zu übertragen. Die Bürgermeister und Verwaltung wurden beauftragt, die entsprechenden Verträge zu schließen.

Für die Gemeinden bedeutet die Zusammenarbeit insbesondere eine Entlastung bei der Organisation geeigneter Unterkünfte. Heßdorf und Großenseebach verfügen selbst nicht über eigene Räumlichkeiten, die kurzfristig für die Unterbringung wohnungsloser Menschen genutzt werden könnten. Ohne eine entsprechende Kooperation müsste im Bedarfsfall beispielsweise eine Unterbringung in einem Hotel organisiert werden.

„Auch wenn wir in Großenseebach derzeit keinen konkreten Bedarf an einer Unterbringung haben, war für uns klar, dass wir dieses Projekt unterstützen möchten. Wohnungslosigkeit kann jede Kommune vor Herausforderungen stellen – und dann ist es wichtig, dass es im Landkreis ein professionelles und verlässliches Angebot gibt. Unsere Unterstützung verstehen wir daher auch als Ausdruck kommunaler Solidarität“, erklärt Jürgen Jäkel, Erster Bürgermeister der Gemeinde Großenseebach.

Für die Gemeinde Heßdorf ist der Nutzen der Zusammenarbeit bereits unmittelbar sichtbar geworden. Eine Familie aus Heßdorf konnte in der Unterkunft aufgenommen und durch die Mitarbeitenden der AWO begleitet und unterstützt werden.

„Dass eine Familie aus Heßdorf bereits aufgenommen werden konnte und dort schnell Unterstützung erhalten hat, zeigt, wie wichtig dieses Angebot ist. Es geht eben nicht nur darum, kurzfristig ein Dach über dem Kopf zu schaffen. Die Menschen bekommen Unterstützung, um ihre persönliche Situation zu stabilisieren und neue Perspektiven zu entwickeln. Genau diesen ganzheitlichen Ansatz halten wir für besonders wertvoll“, betont Axel Gotthardt, Erster Bürgermeister der Gemeinde Heßdorf.

Die beiden Bürgermeister sehen in der Zusammenarbeit zugleich einen wichtigen Beitrag für eine verlässliche kommunale Daseinsvorsorge. Durch die gemeinsame Lösung können auch kleinere Gemeinden auf ein professionelles Unterstützungsangebot zurückgreifen, ohne selbst entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten und Betreuungsstrukturen vorhalten zu müssen.

Das AWO-Modell geht dabei über die reine Unterbringung hinaus. Neben einem geeigneten Wohnraum erhalten die betroffenen Menschen eine intensive fachliche Betreuung. Ziel ist es, gemeinsam die Ursachen der Wohnungslosigkeit zu bearbeiten und den Menschen Perspektiven für ein selbstständiges Leben und die dauerhafte Überwindung der Wohnungslosigkeit zu eröffnen.

Seit dem 1. Juni 2026 ist die erste Unterkunft des Projekts im Landkreis geöffnet. Aktuell leben dort acht Menschen, die von zwei Mitarbeitenden betreut werden. Die beteiligten Gemeinden erhalten dadurch Unterstützung bei der Versorgung wohnungsloser Menschen und werden gleichzeitig von den damit verbundenen organisatorischen und verwaltungsbezogenen Aufgaben entlastet.

Bei einem ersten Treffen Ende Juli konnten sich bereits beteiligte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie leitende Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter vor Ort ein Bild von der Arbeit machen. Besonders eindrücklich waren dabei die persönlichen Berichte von Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft, die schilderten, wie sie aufgenommen und bei ihren nächsten Schritten unterstützt werden.

Auch der Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Im Mittelpunkt standen der bisherige Aufbau der AWO-Obdachlosenhilfe, die Erfahrungen aus den ersten Wochen des laufenden Betriebs sowie die weitere Entwicklung des Angebots im Landkreis.

Mit der AWO-Obdachlosenhilfe ERH verfolgen der AWO-Kreisverband und die beteiligten Gemeinden einen gemeinsamen Ansatz: Wohnungslosen Menschen soll nicht nur kurzfristig ein sicherer Platz zum Wohnen zur Verfügung gestellt werden. Durch die Verbindung von Unterbringung und sozialer Betreuung sollen vielmehr konkrete Wege aus der Wohnungslosigkeit eröffnet werden.

Für die beteiligten Kommunen schafft das Modell zugleich Planungssicherheit und eine verlässliche fachliche Unterstützung bei einer Aufgabe, die sie im Bedarfsfall kurzfristig und häufig unter schwierigen Rahmenbedingungen erfüllen müssen.

Öffnungszeiten

Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet: 

Montag

08:00 - 12:00 Uhr

Dienstag

08:00 - 12:00 Uhr

Mittwoch

08:00 - 12:00 Uhr

Donnerstag

14:00 - 18:00 Uhr

Freitag

08:00 - 12:00 Uhr

Termine sind nach vorheriger Vereinbarung (Tel. (09135) 73739-14) dienstags, mittwochs & donnerstags möglich

Rathaus Heßdorf
Mo, Di, Mi, Fr: 8.00 Uhr  – 12.00 Uhr
Do: 14.00 Uhr – 18.00 Uhr
Ohne Terminvereinbarung möglich

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