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Veröffentlicht am: 6. Feb. 2023
6. Feb. 2023
| Lesezeit: ca. 4,5 Minuten
Veröffentlicht am: 6. Feb. 2023
6. Feb. 2023
Lesezeit: ca. 4,5 Minuten

Bücherei Großenseebach wieder geöffnet

Bücherei Großenseebach - Nachmittag der offenen Tür am 05.02.2023 – Gebannt lauschten zahlreiche Kinder und Erwachsene dem Erzähltheater von Claudia Hofmann beim Nachmittag der offenen Tür in der Gemeindebücherei Großenseebach.

Es duftete nach frisch gebackenen Waffeln und frisch gekochtem Kaffee als man am gestrigen Sonntagnachmittag die Tür zur Gemeindebücherei Großenseebach öffnete. Mehr als fünf Monate war sie nach den schweren Schäden durch ein Starkregenereignis Ende August geschlossen gewesen. Nun meldete sich das kleine Team aus Renate Zankl und Claudia Hofmann seit vergangener Woche wieder mit dem Regelbetrieb an drei Tagen in der Woche zurück.Mit dem „Nachmittag der offenen Tür“ wollten sie die nun frisch renovierte Bücherei, die schon seit 1995 im Untergeschoss der Grundschule ihren Platz hat, nicht nur ihren vielen treuen Lesern, sondern allen Interessierten vorstellen. Und die ließen sich nicht lange bitten und bereits eine halbe Stunde nach Öffnung der Türen war die Bücherei gut besucht. Und es waren nicht nur Eltern mit ihren Kindern, die gespannt waren, wie „ihre“ Bücherei nach der Renovierung nun wohl aussehen würde. Es kamen auch zahlreiche Erwachsene ohne eigenen Nachwuchs oder Enkel im Schlepptau und sahen sich neugierig in den renovierten Räumlichkeiten um.

Lesecafé in der Gemeindebücherei Großenseebach – Im Lesecafé können sich Leser*innen gemütlich bei einer Tasse Kaffee in bequemen Sitzmöbeln schmökern.

Besonders gut kam bei ihnen das neue Lesecafé an, das die Mitarbeiterinnen im hinteren Teil der Räumlichkeiten eingerichtet hatten. Ein Tisch, bequeme Stühle und ein Kaffeevollautomat, der leckere Kaffeespezialitäten zaubert, während man entspannt in seiner Lektüre schmökert. Und auch ein Plausch mit den netten Mitarbeiterinnen ist sicher einmal drin. Man merkt, dass die Bücherei mehr sein will als ein Ort, an dem man Bücher, Spiele und (auch digitale) Medien ausleiht, um sie dann zuhause zu konsumieren. Stattdessen versteht sich die Gemeindebücherei Großenseebach als kulturelle Einrichtung der Gemeinde und als Ort der Begegnung – und das nicht nur zu Veranstaltungen wie etwa Buchvorstellungen und Spielenachmittage.

Das hat sie auch am Sonntag mit ihrem Nachmittag der offenen Tür wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit einer krossen, warmen Waffel oder einem selbst gebackenen Muffin auf der Hand wurde vor allem eines: "geratscht", was das Zeug hielt. Angesprochen auf die Notausleihe und dass die Bücherei ja nicht wirklich lange komplett geschlossen war, antwortete eine Besucherin: „Ja, aber das ist nicht dasselbe. Man konnte in dieser Zeit nur Bücher ausleihen, aber (mangels Platzverhältnissen, d. Red.) nicht zurückgegeben. Und so kam auch wenig Neues in Umlauf. Ich muss sagen: ‚Also UNS hat unsere Bücherei hat schon sehr gefehlt‘.“ Das war nicht der erste und letzte Satz dieser Art, der Leiterin Renate Zankl und ihrem Team an diesem Nachmittag ein Lächeln auf die Lippen zauberte und zeigte, dass sie mit ihrer Einrichtung ein echtes Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger ihrer Gemeinde erfüllen.

Trocknungsgerät in der Grundschule Großenseebach im September 2023 – Ebenso wie hier in der Grundschule musste auch der Boden der Bücherei wochenlang mit Trocknungsgeräten von der Feuchtigkeit befreit werden.

"Uns hat die Bücherei schon sehr gefehlt."

Die Kinder stöberten durch die zahlreichen Regale und nahmen neugierig (die teils neuen) Bücher, Zeitschriften, Gesellschaftsspiele sowie Tonie-Figuren unter die Lupe. Derzeit bietet die Bücherei etwa 5400 Medien an. Und auch die neu eingerichtete „Switch“-Ecke kam super an. Es gab kaum eine Minute, in der es in der mit Comics als Tapeten verzierten Ecke hinter dem Lesecafé einen freien Sitzsack-Platz rund um die Spielkonsole gab. Außerdem bastelten die Kinder regenbogenbunte Kratzbild-Lesezeichen, flochten Anhängerbänder oder lauschten beim Erzähltheater gespannt der Stimme von Claudia Hofmann, die die Geschichte der "Kleinen Hummel Bommel" erzählte.

Die Schäden, die das Wasser angerichtet hatte und die die Gemeinde in den letzten Monaten in der ca. 150 qm großen Bücherei wieder herrichten musste, waren verheerend. Der gesamte Fußboden musste herausgerissen und - ebenso wie der untere Teil der Wände – über Wochen mit Industriegebläsen getrocknet werden. Allein die Stromkosten der Trocknung beliefen sich auf knapp 1.400 Euro. Dazu kam die notwendige Demontage und der spätere Wiederanbau der Heizkörper und natürlich die Verlegung des Fußbodens, der komplett erneuert werden musste. Der Gesamtschaden betrug etwa 41.500 Euro und wurde glücklicherweise von einer Versicherung gedeckt.

Bürgermeister, Gemeindeverwaltung, Hausmeister, Handwerker, Büchereiangestellte – sie alle arbeiteten in den vergangenen Monaten Hand in Hand, um die Bücherei schnell wieder öffnen zu können. Auch Ortrud Günther, die trotz Ruhestand nach wie vor im Hintergrund immer wieder für die Bücherei tätig ist, gehörte am Sonntag zu den helfenden Hände – ebenso wie Sabine Geyer, die unermüdlich Waffeln buk. Sie alle zeigten sich ebenso wie der Bürgermeister mit der Resonanz sehr zufrieden und sind froh, dass nun endlich wieder der normale Betrieb einkehrt – in „ihrer“ Gemeindebücherei Großenseebach…


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Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.
Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.

Das neue Sozialprojekt „AWO-Obdachlosenhilfe ERH“ nimmt weiter konkrete Formen an. Am Mittwoch, 12. August 2026, informierte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann über den aktuellen Stand des Projekts und besuchte dazu die seit Juni bestehende Unterkunft für wohnungslose Menschen in Weisendorf.

Das Projekt des AWO-Kreisverbands Erlangen-Höchstadt war bereits im März 2025 im Rahmen einer Bürgermeisterdienstbesprechung den Gemeinden im Landkreis vorgestellt worden. Inzwischen haben sich sechs Gemeinden vertraglich zur Zusammenarbeit mit dem AWO-Kreisverband verpflichtet.

Auch die Gemeinden Heßdorf und Großenseebach gehören zu den Kommunen, die sich für eine Zusammenarbeit mit der AWO entschieden haben. Die Gemeinderäte beider Gemeinden hatten in ihren Sitzungen im Januar 2026 (Großenseebach) und im März 2026 (Heßdorf) beschlossen, die gesetzliche Pflichtaufgabe der sicherheits- und ordnungspolitischen Unterbringung obdachloser Menschen an den AWO-Kreisverband Erlangen-Höchstadt zu übertragen. Die Bürgermeister und Verwaltung wurden beauftragt, die entsprechenden Verträge zu schließen.

Für die Gemeinden bedeutet die Zusammenarbeit insbesondere eine Entlastung bei der Organisation geeigneter Unterkünfte. Heßdorf und Großenseebach verfügen selbst nicht über eigene Räumlichkeiten, die kurzfristig für die Unterbringung wohnungsloser Menschen genutzt werden könnten. Ohne eine entsprechende Kooperation müsste im Bedarfsfall beispielsweise eine Unterbringung in einem Hotel organisiert werden.

„Auch wenn wir in Großenseebach derzeit keinen konkreten Bedarf an einer Unterbringung haben, war für uns klar, dass wir dieses Projekt unterstützen möchten. Wohnungslosigkeit kann jede Kommune vor Herausforderungen stellen – und dann ist es wichtig, dass es im Landkreis ein professionelles und verlässliches Angebot gibt. Unsere Unterstützung verstehen wir daher auch als Ausdruck kommunaler Solidarität“, erklärt Jürgen Jäkel, Erster Bürgermeister der Gemeinde Großenseebach.

Für die Gemeinde Heßdorf ist der Nutzen der Zusammenarbeit bereits unmittelbar sichtbar geworden. Eine Familie aus Heßdorf konnte in der Unterkunft aufgenommen und durch die Mitarbeitenden der AWO begleitet und unterstützt werden.

„Dass eine Familie aus Heßdorf bereits aufgenommen werden konnte und dort schnell Unterstützung erhalten hat, zeigt, wie wichtig dieses Angebot ist. Es geht eben nicht nur darum, kurzfristig ein Dach über dem Kopf zu schaffen. Die Menschen bekommen Unterstützung, um ihre persönliche Situation zu stabilisieren und neue Perspektiven zu entwickeln. Genau diesen ganzheitlichen Ansatz halten wir für besonders wertvoll“, betont Axel Gotthardt, Erster Bürgermeister der Gemeinde Heßdorf.

Die beiden Bürgermeister sehen in der Zusammenarbeit zugleich einen wichtigen Beitrag für eine verlässliche kommunale Daseinsvorsorge. Durch die gemeinsame Lösung können auch kleinere Gemeinden auf ein professionelles Unterstützungsangebot zurückgreifen, ohne selbst entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten und Betreuungsstrukturen vorhalten zu müssen.

Das AWO-Modell geht dabei über die reine Unterbringung hinaus. Neben einem geeigneten Wohnraum erhalten die betroffenen Menschen eine intensive fachliche Betreuung. Ziel ist es, gemeinsam die Ursachen der Wohnungslosigkeit zu bearbeiten und den Menschen Perspektiven für ein selbstständiges Leben und die dauerhafte Überwindung der Wohnungslosigkeit zu eröffnen.

Seit dem 1. Juni 2026 ist die erste Unterkunft des Projekts im Landkreis geöffnet. Aktuell leben dort acht Menschen, die von zwei Mitarbeitenden betreut werden. Die beteiligten Gemeinden erhalten dadurch Unterstützung bei der Versorgung wohnungsloser Menschen und werden gleichzeitig von den damit verbundenen organisatorischen und verwaltungsbezogenen Aufgaben entlastet.

Bei einem ersten Treffen Ende Juli konnten sich bereits beteiligte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie leitende Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter vor Ort ein Bild von der Arbeit machen. Besonders eindrücklich waren dabei die persönlichen Berichte von Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft, die schilderten, wie sie aufgenommen und bei ihren nächsten Schritten unterstützt werden.

Auch der Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Im Mittelpunkt standen der bisherige Aufbau der AWO-Obdachlosenhilfe, die Erfahrungen aus den ersten Wochen des laufenden Betriebs sowie die weitere Entwicklung des Angebots im Landkreis.

Mit der AWO-Obdachlosenhilfe ERH verfolgen der AWO-Kreisverband und die beteiligten Gemeinden einen gemeinsamen Ansatz: Wohnungslosen Menschen soll nicht nur kurzfristig ein sicherer Platz zum Wohnen zur Verfügung gestellt werden. Durch die Verbindung von Unterbringung und sozialer Betreuung sollen vielmehr konkrete Wege aus der Wohnungslosigkeit eröffnet werden.

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  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
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  • Informieren Sie im Zweifel die Polizei.

Bitte teilen Sie diese Information und sprechen Sie in Ihrer Familie darüber. Ein kurzes Gespräch und ein vereinbartes Codewort können helfen, Betrüger zu entlarven und Menschen vor einem hohen finanziellen Schaden zu schützen.

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