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Veröffentlicht am: 18. Nov. 2025
18. Nov. 2025
| Lesezeit: ca. 6,5 Minuten
Veröffentlicht am: 18. Nov. 2025
18. Nov. 2025
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Beschlüsse und Ergebnisse der Sitzung vom 13. November 2025

Aus dem Gemeinderat Großenseebach

Aus dem Gemeinderat Großenseebach

Vormals nicht-öffentliche Beschlüsse

In Vollzug des Beschlusses der nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderates vom 16.10.2025 wurden in öffentlicher Sitzung am 13.11.2025 folgende nicht-öffentliche Beschlüsse bekannt gemacht:

Der Gemeinderat beschließt, die statische und konstruktive Bearbeitung des Bauvorhabens Neubau OGTS / Mittagsbetreuung für die Grundschule Großenseebach gemäß des Angebotes vom 06.10.2025 in Höhe von pauschal 50.000,00 € netto an das Ingenieurbüro für Baustatik, Dipl.-Ing. (FH) Uwe Scheer, Luitpoldstr. 17, 91054 Erlangen zu vergeben.

Der Gemeinderat genehmigt die Vergabe des Auftrages zum Austausch der Eingangstür der Kita Seebachwichtel an die Firma Metallbau Dorsch GmbH (Adelsdorf) zu einem Gesamtpreis inkl. Demontage und Stundenlohnarbeiten in Höhe von 13.707,61 €, brutto.


Beschlüsse

Neuerlass der Gebührensatzung der Gemeindebücherei Großenseebach

Bücherei Großenseebach - Eingangsbereich – Offen, hell und freundlich: die Bücherei Großenseebach lädt zum Schmökern ein.

Im Rahmen der Haushaltsklausur des Gemeinderates im Oktober wurden verschiedenste Konsolidierungs-Vorschläge diskutiert – sowohl Reduzierung der Ausgaben als auch zur Erhöhung der Einnahmen der Gemeinde.

Ein Vorschlag war, die Büchereigebühren moderat zu erhöhen. Die Verwaltung hatte dafür eine neue Gebührensatzung vorbereitet, die ab Anfang 2026 gelten könnte und für Mehreinnahmen von etwa 946 Euro im Jahr sorgen würde.

Bürgermeister und einige Mitglieder des Gemeinderates fanden jedoch, dass die Bücherei im Vergleich zu anderen Gemeinden schon recht hohe Gebühren hat. Außerdem wurde auf die soziale Bedeutung der Bücherei ebenso hingewiesen und auch darauf, dass das Angebot aktuell sehr gut angenommen wird und eine Erhöhung kontraproduktiv sein könnte.

Deshalb gab es im Gremium Vorschläge, statt einer Gebührenerhöhung lieber die Ausgaben der Bücherei genauer zu prüfen. Das könne bei der nächsten örtlichen Rechnungsprüfung geschehen. Eventuell könnten über eine Anpassung der Öffnungszeiten Einsparungen ermöglicht werden. Details dazu sollen im Finanzausschuss besprochen werden.

BESCHLUSS:

„Der Gemeinderat beschließt den vorliegenden Entwurf einer neuen Gebührensatzung für die Gemeindebücherei als Satzung."

Mit 3-Ja und 11-Nein-Stimmen wurde der Beschluss mehrheitlich abgelehnt.

 

Anpassung der Richtlinien der Vereinsförderung

Ebenfalls im Rahmen von Vorschlägen zur Haushaltskonsolidierung stand die Anpassung der geltenden Richtlinien zur Vereinsförderung auf der Tagesordnung. Die Verwaltung hatte sie so überarbeitet, dass zum einen die bisher auf Antrag gewährten Investitionszuschüsse nicht mehr Bestandteil sind und sie zum anderen auch nur noch eine reduzierte „Pro-Kopf-Förderung“ vorsieht:

bisher (Euro) zukünftig (Euro)
Förderung für Mitglieder unter 18 Jahren 12,00 6,00
Förderung für Mitglieder über 18 Jahren 5,00 2,50

Antrag auf Vereinsförderung – Vereine können jährlich bei der Gemeinde Zuschüsse für ihre Arbeit beantragen.

Durch die Änderung wird sich die Fördersumme voraussichtlich etwa halbieren. Für das Beispieljahr wäre – bei gleicher Mitgliederzahl – nur noch eine Fördersumme von 6.263,50 € statt vorher 13.027 € angefallen.

BESCHLUSS:

„Der Gemeinderat beschließt die vorgelegten überarbeiteten Richtlinien zur Vereinsförderung, die am 01.01.2026 in Kraft treten.“

Die Neufassung der Vereinsförderung wurde mit 13 Ja- und Zwei-Nein-Stimmen mehrheitlich beschlossen.

 

Bestellung der Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahl am 08.03.2026

Seitens der Verwaltung wird vorgeschlagen, für die Kommunalwahl 2026 den Verwaltungsangestellten Wolfgang Maier zum Gemeindewahlleiter und die Verwaltungsangestellte Julia Ryl als dessen Stellvertreterin zu berufen.

Beschluss:

„Zum Wahlleiter für die Gemeindewahl am 08.03.2026 wird Herr Wolfgang Maier und als seine Stellvertreterin Frau Julia Ryl berufen.“

Mit 13 Ja-Stimmen erging dieser Beschluss einstimmig.


Informationen

Fachtagung (Planungswerkstatt) der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen

Bürgermeister Jäkel berichtete dem Gemeinderat von einer zweitägigen Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) in Neuendettelsau, an der er im November mit der Verwaltungsmitarbeiterin Corinna Ding vom technischen Bauamt teilgenommen hatte. Neben anderen Gemeinden waren auch Planungsbüros, der Radverkehrsbeauftragte des Landkreises sowie eine Vertreterin des Ministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr dabei.

Für die Hauptstraße in Großenseebach sehen die Fachleute Handlungsbedarf, besonders bei Verkehrssicherheit und Gesundheitsschutz. Auch zukünftige Entwicklungen – voraussichtlicher Anstieg des Verkehrs durch das neue Gymnasium in Hannberg und der geplante Edeka-Markt in Großenseebach – wurden berücksichtigt.

Empfohlen wurden mehrere Querungshilfen im Gemeindegebiet, besonders für den Schulweg. Außerdem wurde eine neue Radwegeführung aus Heßdorf kommend vorgeschlagen, die Radfahrer anders als bisher auf die Hauptstraße einleitet, um diese Gefahrensituation zu entschärfen. Auch eine stufenweise Reduzierung der Geschwindigkeit auf der Staatsstraße (70 statt 100 km/h vor dem Ortseingang) und Tempo 30 in der Hauptstraße wären sinnvoll.

Ein Kreisverkehr wurde zwar diskutiert, gilt aber als schwer umsetzbar – wegen hoher Kosten und weil sich Gemeinde, Landkreis und Staatliches Bauamt einig werden müssten. Zudem sind Kreisverkehre für Radfahrer nicht immer automatisch sicherer als eine Kreuzung.

Als weitere Ideen wurden kleine bauliche Maßnahmen genannt, etwa Baumscheiben oder Piktogrammketten, um den Verkehr zu beruhigen.

Der Radverkehrsbeauftragte des LRA wird als nächsten Schritt eine ausführliche Präsentation erstellen, die dann später im Gemeinderat vorgestellt werden soll. Danach soll eine Abstimmung der Gemeinde mit dem Landkreis und dem Staatlichen Bauamt erfolgen.


Presseartikel zum Thema

Diskussion im Gemeinderat: Großenseebach möchte Straßen sicherer für Radfahrer machen 
FT+ (Bezahlschranke), 19.11.2025)

Mit Blick aufs Gymnasium: Künftig mehr Radfahrer - Großenseebach will Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt
NN+ (Bezahlschranke), 20.11.2025)


Verschiedenes

Der Bürgermeister informierte u.a., dass:

  • die Richtlinien zur Ganztagesbetreuung überarbeitet werden sollen, um den Kommunen höhere Fördersätze zu ermöglichen. Ziel sei u.a., dass nicht nur neu geschaffene Plätze, sondern sämtliche Plätze gefördert werden können
  • am 31.10.25 der sogenannte „Bau-Turbo“ in Kraft trat. Damit schaffe die Bayerische Staatsregierung neue Tatbestände für mögliche Befreiungen von Festsetzungen im Planungsrecht. Weiterhin soll für Gemeinden die Möglichkeit geschaffen werden, nun auch im Außenbereich Wohnbebauungen zu realisieren, was bisher nicht möglich war.
  • aktuell auf den Homepages von Verwaltung und Gemeinden vor einer Betrugsmasche gewarnt werde, die in Zusammenhang mit Anzeigenverkäufen für eine (tatsächlich in Arbeit befindliche Bürgerinfobroschüre) der VG steht. Vor allem Gewerbetreibende sollten Vorsicht walten lassen.

Nächste Sitzungstermine

Die nächsten Sitzungen des Gemeinderates finden am 11. Dezember 2025 und voraussichtlich 15. Januar 2026 jeweils um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Großenseebach statt.


Sitzungskalender online

Die Bekanntmachung der Sitzungen inklusive der vollständigen Tagesordnungen finden Sie als Aushänge in den Amtstafeln und auch immer (ab etwa eine Woche vor dem Sitzungstermin) unter www.grossenseebach.de/bis im Sitzungskalender unseres Bürger-Informations-Systems (BIS). Auch auf unserer Homepage (Aktuelles -> Veranstaltungen) und in der Bürger-App weist die Verwaltung auf die Termine hin.


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Wiesenstraße auf Höhe von Haus-Nr. 6 und 8

 

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Vollsperrung für den Fahrzeugverkehr.

Die Umleitung erfolgt über Gartenstraße, Winkelweg und Föhrenweg. Die Gehwege sind von den Bauarbeiten nicht betroffen und bleiben frei.

 

Wir danken den betroffenen Verkehrsteilnehmern und bitten um erhöhte Aufmerksamkeit im Bereich der Baustelle.

 

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Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.
Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann in der Unterkunft der AWO-Obdachlosenhilfe ERH in Weisendorf.

Das neue Sozialprojekt „AWO-Obdachlosenhilfe ERH“ nimmt weiter konkrete Formen an. Am Mittwoch, 12. August 2026, informierte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann über den aktuellen Stand des Projekts und besuchte dazu die seit Juni bestehende Unterkunft für wohnungslose Menschen in Weisendorf.

Das Projekt des AWO-Kreisverbands Erlangen-Höchstadt war bereits im März 2025 im Rahmen einer Bürgermeisterdienstbesprechung den Gemeinden im Landkreis vorgestellt worden. Inzwischen haben sich sechs Gemeinden vertraglich zur Zusammenarbeit mit dem AWO-Kreisverband verpflichtet.

Auch die Gemeinden Heßdorf und Großenseebach gehören zu den Kommunen, die sich für eine Zusammenarbeit mit der AWO entschieden haben. Die Gemeinderäte beider Gemeinden hatten in ihren Sitzungen im Januar 2026 (Großenseebach) und im März 2026 (Heßdorf) beschlossen, die gesetzliche Pflichtaufgabe der sicherheits- und ordnungspolitischen Unterbringung obdachloser Menschen an den AWO-Kreisverband Erlangen-Höchstadt zu übertragen. Die Bürgermeister und Verwaltung wurden beauftragt, die entsprechenden Verträge zu schließen.

Für die Gemeinden bedeutet die Zusammenarbeit insbesondere eine Entlastung bei der Organisation geeigneter Unterkünfte. Heßdorf und Großenseebach verfügen selbst nicht über eigene Räumlichkeiten, die kurzfristig für die Unterbringung wohnungsloser Menschen genutzt werden könnten. Ohne eine entsprechende Kooperation müsste im Bedarfsfall beispielsweise eine Unterbringung in einem Hotel organisiert werden.

„Auch wenn wir in Großenseebach derzeit keinen konkreten Bedarf an einer Unterbringung haben, war für uns klar, dass wir dieses Projekt unterstützen möchten. Wohnungslosigkeit kann jede Kommune vor Herausforderungen stellen – und dann ist es wichtig, dass es im Landkreis ein professionelles und verlässliches Angebot gibt. Unsere Unterstützung verstehen wir daher auch als Ausdruck kommunaler Solidarität“, erklärt Jürgen Jäkel, Erster Bürgermeister der Gemeinde Großenseebach.

Für die Gemeinde Heßdorf ist der Nutzen der Zusammenarbeit bereits unmittelbar sichtbar geworden. Eine Familie aus Heßdorf konnte in der Unterkunft aufgenommen und durch die Mitarbeitenden der AWO begleitet und unterstützt werden.

„Dass eine Familie aus Heßdorf bereits aufgenommen werden konnte und dort schnell Unterstützung erhalten hat, zeigt, wie wichtig dieses Angebot ist. Es geht eben nicht nur darum, kurzfristig ein Dach über dem Kopf zu schaffen. Die Menschen bekommen Unterstützung, um ihre persönliche Situation zu stabilisieren und neue Perspektiven zu entwickeln. Genau diesen ganzheitlichen Ansatz halten wir für besonders wertvoll“, betont Axel Gotthardt, Erster Bürgermeister der Gemeinde Heßdorf.

Die beiden Bürgermeister sehen in der Zusammenarbeit zugleich einen wichtigen Beitrag für eine verlässliche kommunale Daseinsvorsorge. Durch die gemeinsame Lösung können auch kleinere Gemeinden auf ein professionelles Unterstützungsangebot zurückgreifen, ohne selbst entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten und Betreuungsstrukturen vorhalten zu müssen.

Das AWO-Modell geht dabei über die reine Unterbringung hinaus. Neben einem geeigneten Wohnraum erhalten die betroffenen Menschen eine intensive fachliche Betreuung. Ziel ist es, gemeinsam die Ursachen der Wohnungslosigkeit zu bearbeiten und den Menschen Perspektiven für ein selbstständiges Leben und die dauerhafte Überwindung der Wohnungslosigkeit zu eröffnen.

Seit dem 1. Juni 2026 ist die erste Unterkunft des Projekts im Landkreis geöffnet. Aktuell leben dort acht Menschen, die von zwei Mitarbeitenden betreut werden. Die beteiligten Gemeinden erhalten dadurch Unterstützung bei der Versorgung wohnungsloser Menschen und werden gleichzeitig von den damit verbundenen organisatorischen und verwaltungsbezogenen Aufgaben entlastet.

Bei einem ersten Treffen Ende Juli konnten sich bereits beteiligte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie leitende Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter vor Ort ein Bild von der Arbeit machen. Besonders eindrücklich waren dabei die persönlichen Berichte von Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft, die schilderten, wie sie aufgenommen und bei ihren nächsten Schritten unterstützt werden.

Auch der Besuch von Staatsminister Joachim Herrmann unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Im Mittelpunkt standen der bisherige Aufbau der AWO-Obdachlosenhilfe, die Erfahrungen aus den ersten Wochen des laufenden Betriebs sowie die weitere Entwicklung des Angebots im Landkreis.

Mit der AWO-Obdachlosenhilfe ERH verfolgen der AWO-Kreisverband und die beteiligten Gemeinden einen gemeinsamen Ansatz: Wohnungslosen Menschen soll nicht nur kurzfristig ein sicherer Platz zum Wohnen zur Verfügung gestellt werden. Durch die Verbindung von Unterbringung und sozialer Betreuung sollen vielmehr konkrete Wege aus der Wohnungslosigkeit eröffnet werden.

Für die beteiligten Kommunen schafft das Modell zugleich Planungssicherheit und eine verlässliche fachliche Unterstützung bei einer Aufgabe, die sie im Bedarfsfall kurzfristig und häufig unter schwierigen Rahmenbedingungen erfüllen müssen.

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Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet: 

Montag

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